Balatonlelle in der Geschichte

Die Stadt Balatonlelle ist eine der ältesten Siedlungen am südlichen Balatonufer. Bereits im ältesten ungarischen Spachdenkmal, der Gründungsurkunde der Abtei Tihany aus dem Jahr 1055, findet man Bezüge auf die St.-Klemens-Basilika in Lelle, die an der Groben Heerstrabe lag. Wegen ihrer zentralen Lage wurde die Siedlung von den Tataren und von den Türken verwüstet, jedoch immer wieder von neuem bevölkert. 1896, im Jahr der Jahrtausendfeier, begannen die Budapester die wohltuende Wirkung des Balaton zu entdecken. 1904 gründete man eines Badeverein, der für die Entwicklung der Ortschaft von entscheidender Bedeutung war und sie zu einer Kulturregion machte. Als Anerkennung der Errichtung der schönen „Villenreihe” erhielt Lelle 1928 den Titel „Heilbad” und durfte den Namen Balatonlelle annehmen. Seitdem haben zahlreiche Wissenschaftler und Künstler Balatonlelle als Ort für ihre Erholung und für ihr Schaffen gewählt, und das ist auch heute noch so. Sogar der Präsident der Republik Ungarn hatte hier, im Zentrum der Villenreihe, von 1946 bis 1948 seine Sommerresidenz. Mit der Vereinigung von Balatnboglár und Balatonlelle wurde im Jahr 1979 boglárlelle gegründet und 1986 zur Stadt erhoben. 1991 wurde Balatonlelle wieder zur selbstständigen Stadt. Das als „Blumenstadt” bekannte Lelle pflegt und bewahrt siene Traditionen und die Werte der Badekultur, und seine Bewohner erwarten die sich nach Entspannung sehnenden Touristen mit ihrer von alters her berühmten Gastfreundschaft.

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